LET THERE BE LIGHT


Beschreibung

Recherchevorhaben zur Arbeit mit Licht als Choreografie – Schauspiel von Helligkeit und Farbe – und dessen Potenzial für eine Installation mit partizipativen Elementen. Die vorliegende Dokumentation gibt Einblick in eine dreimonatige Konzeptionsphase. Als inhaltlich und formal zentrales Element hat sich dabei das Phänomen der Morgendämmerung herauskristallisiert.

“Licht” ist in unsere DNA eingeschrieben. Licht und Farbe als tänzerisches Medium. Der Raum, die Dramaturgie des Lichts. Bewegung als Verlauf von Zeit in Form von Farbe und Helligkeit. Eine Arbeit, die beides miteinander verbindet, indem sie Abstraktion, wie sie auch zeitgenössischer Tanz und modernes, neoklassisches Ballett aufgreifen und zugleich Erzählweisen des frühen klassischen Tanzes und Ausdruckstanzes konnotiert?

Zeitlose, beständige Wirkung, “a timeless way” (“A Timeless Way Of Building” entlehnt, Theorie für eine neue Architektur und Gestaltung, von Christopher Alexander, 1979), die zeigt, dass an diesem Ort die Dinge in Bewegung sind und dass, was tanzt, durch geschickte Winkel der Lampen im Inneren der Lichtanordnung, durch Drehung zueinander und farbliche Wechsel untereinander, miteinander tanzt. Jedes Element für sich, und alle zusammen?

Das Bild, das sich ergibt, lively colours, kreative Ausformung, starke Farben, Materialität der Leuchtelemente, ist etwas Zeitloses, Fröhliches, etwas, in das ich bei der Betrachtung eintauche. Ich werde mit dieser Grundstimmung empfangen, an diesem Ort, an dem es eine interpretatorische Offenheit gibt, durch die ich über die Besuchsrolle hinaus Teilhabe am Geschehen gewinnen kann, wenn ich mich dem öffne und dem meine Zeit und meine Sinnesaufmerksamkeit schenke.

Nach SHADOWING und ONE TWO THREE (133) ist es das dritte interdisziplinär angelegte medienkünstlerische Konzept mit der Zielsetzung, tänzerisch und choreografisch geprägtes Wissen und Wahrnehmung als immersive raumgreifende Installation umzusetzen. Gegenüber einer zunehmend entkörperlichten Kommunikation im virtuellen Raum, stellt die Recherche Fragen nach einem Zugang zum analogen Kunsterlebnis, auch im öffentlichen Raum.

SONNENAUFGANG
David hat ein Solo komponiert, inspiriert von unserem Austausch über die Morgendämmerung. Er dachte dabei an den Moment, an dem die Sonne aufgeht. Er hat es von einem französischen Cellisten einspielen lassen und mir die erste Testaufnahme geschickt. Möglichst synchron zum Erscheinen der Sonne am nächsten Morgen schalte ich die Musik auf dem Laptop neben mir an und mache währenddessen diese Videoaufzeichnung.

Multimedia

Veröffentlichung

2022

Kontext/ Projektförderung/ InitiatorIn/ AuftraggeberIn

Recherchevorhaben gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

Team

Pipo Tafel
David Pyke

Multimedial / Links zu Medien online



Dokumentation (Deutsch)



Dokumentation (Englisch)

zur Konzeption
Video-Nachricht an David


zur Szenografie
Nachricht an David


Produktion
Pipo Tafel

Weiterführende Informationen/ Links/ Websites Teammitglieder – AuftraggberIn / Sonstiges

https://davidwpyke.com
https://www.fonds-daku.de

Location

diverse

Fotos